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Deutsche Gesellschaft für Mediationscoaching - DGMC

Der Trend zu Mischformen der Beratung

Die Nachfrage nach professionellen Coachs, Supervisoren, Trainern steigt kontinuierlich- der Markt wird ein breiter, die Anfragestruktur eine weit gefächerte. In den letzten Jahren hat sich im professionellen Beratungskontext viel Umwälzung, Veränderung und auch Wandel vollzogen.

Dieser benötigt aus der Sicht der Deutschen Gesellschaft für MediationsCoaching u.a. Struktur sowie eine Plattform, die kategorisiert und Besonderheiten aufzeigt. Diese Plattform bietet die DGMC.

Aufgrund der Vielfältigkeit der vorzufindenden Bedürfnis- und Anspruchsebene des Klientels, ändert sich auch das Anspruchsniveau an die Fachkraft. Erfolg misst sich nun schon seit circa Ende der 90iger Jahre an der Flexibilität und der Vielseitigkeit der Fachkraft.

Mischformen feiern seit 2000 zunehmend selbstbewusster Furore. Der neuste Trend beläuft sich in der gekonnten, nahtlosen sowie fließenden Mischung von Beratungsformen. Ein deutliches Selbstwertgefühl macht sich in den Fachkreisen breit. Coaching war hier ein Vorreiter und bietet unzählige Fachausrichtungen und Formen.

Ein spannender, kreativer und fortlaufender Prozess. Ein früheres Qualitätsmerkmal war beispielsweise die strikte Trennung von Fachbereichen und Gebieten.

Beliebte Mischformen zeigen sich beispielsweise im Bereich:

  • Coaching/ Supervision/ Mediation
  • Unterschiedlichste Kommunikationstheorien/ Systemtheorien
  • Training/ Persönlichkeitslehre/ Systemtheorie
  • Outdoor/ Indoor/ Teambuilding
  • Erlebnispädagogik/ Gewaltprävention
  • Heilpraktik/Gesundheit/Systemarbeit
  • Kinesiologie/ Coaching/ TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)

Derzeitiges Gütemerkmal ist der gekonnte Zusammenschluss verschiedenster Fach- und Trainings- bzw. auch Teambuildingelemente. Dieser Entwicklungsprozess birgt viele Chancen und auch einige Risiken. Diesen Entwicklungsschritt in eine nährende „Marktbewegung“ zu begleiten, darin sieht die Deutsche Gesellschaft für MediationsCoaching ihre Aufgabe. Der sensible Entwicklungsprozess dieser Bewegung liegt in der richtigen Mischung von Qualitätsmaßnahmen in Verbindung mit einem kreativen „Laufenlassen“ dieser Bewegung.

Die DGMC sieht sich hier als begleitende Expertin.

Explosionsartige Multiplikation von Coaches

In Deutschland wurde die Zahl der professionellen Coachs 2009 noch auf etwa 7.000 Personen geschätzt. 2013 waren es Deutschlandweit schon über 30.000. Die Zahlen gehen in Fachgremien weit auseinander. Der akute, sprunghafte Anstieg „der Fachrichtung Coaching“ bleibt dennoch unangefochten.

Der Bedarf nach dieser humanitären und weit auszudehnenden „Fachform der Beratung“ spricht für sich.

Was einst als anfechtbar und laut formulierter Angriffspunkt galt, wird nun zunehmend zum Gütemerkmal: “Das Mischen unterschiedlichster Ansätze und Fachrichtungen“.

Diese Betrachtung ändert die Perspektive des Betrachters. Auf Grundlage dieser Informationen ist fest zu halten:

1.) Potential ist in Hülle und Fülle da.
2.) Immer noch wird nur ein Bruchteil davon genutzt.
3.) Die Strukturen im Coaching- und Beratungsmarkt werden unübersichtlicher.
4.) Das Rufen nach Verbandwesen und Qualitäts- Management steigt.

Als Konsequenz daraus kommt der Sammlung und Bündelung von Kompetenzen eine herausragende Stellung zu. Organisationen und Dachverbände wie die DGMC machen es sich zum Anliegen und zur Aufgabe, Kompetenzen zu bündeln und nachweislich Qualität zu sichern.

Die Erfolgstriade
Methodenvielfalt durch kompetente Ausbildungen
Individuelle „Handschrift“ als Experte ausbauen
Positionierung und Networking

Sind alle drei dieser Standbeine im ausgewognen Gleichgewicht, kann die Präsenz des Coachs, Trainers etc. ohne erneutes Hinzugeben kontinuierlich sich selbst potenzieren.

Der Wandel der Werbeplattformen bzw. die Schaffung neuer effizienter Foren ist hier nicht zu unterschätzen. Das Marketingmedium der Zukunft sind weniger Zeitungsannoncen als vielmehr Veröffentlichungen über präsente Dachverbände und Organisationen und damit ein sichtbarer Expertenstatus. Als Qualitätsmerkmal nicht unterschätzt werden darf dabei eine anerkannte Internationale Zertifizierung, wie Sie z.B. die DGMC anbietet.

Zukunftsbilanz: Deutliches Wachstum erwartet

Nach Christopher Rauen wurden im Jahr 2007 nach Schätzungen des Coaching-Report in Deutschland ca. 75.000 Coaching-Prozesse mit Führungskräften durchgeführt. Dies bedeutet, dass ca. 1,5% der deutschen Führungskräfte 2007 ein Coaching in Anspruch genommen haben – also in etwa jede 66. Führungskraft.

Zum Vergleich: Laut Harvard Businessmanager (März 2008, S. 40) werden bei Daimler und Volkswagen jährlich ca. 10% der Manager gecoacht. Daraus lässt sich ableiten, dass noch ein deutliches Wachstum des Marktes von mehreren 100% möglich ist, wenn Coaching auch zunehmend in kleinen und mittelständischen Unternehmen in Anspruch genommen wird.

Diese positive Sichtweise wird von den Coachs offensichtlich geteilt: Für das Jahr 2008 rechnen 76% der Coachs mit einer erhöhten Nachfrage (Coaching-Umfrage Deutschland 2007, Coaching-Magazin 01/2008, S. 4).

Pro Coach im Schnitt 1000 Führungskräfte

Es gibt zahlreiche Statistiken, die sich mit dem Klientel der professionellen Coachs beschäftigen. Eine bringt insbesondere das anspruchsvolle Aufgabenfeld zur Geltung. Hierin wird festgestellt, dass die Zielgruppe der Coachs u.a. zu ca. knapp 80% Führungskräfte, Manager und Projektleiter sind. Wie groß die Gesamtzahl der Führungskräfte in Deutschland ist, kann nur geschätzt werden. Selbst bei konservativer Schätzung kann man von deutlich über 4 Millionen Führungskräften und Unternehmern in Deutschland ausgehen. Diese Zahl wird vom Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2004 gestützt: Hier wird von insgesamt 4,9 Millionen Führungskräften in Deutschland ausgegangen (Quelle: Broschüre "Leben und Arbeiten in Deutschland Ergebnisse des Mikrozensus 2004" des Statistischen Bundesamtes, S. 53). Auf einen professionellen Coach kommen daher in Deutschland zur Zeit ca. 1.000 Führungskräfte.

Stellung beziehen als Coach

Genau der Aspekt der stetig steigenden Nachfrage lässt analysierte und ständig angepasste Marketingstrukturen, eine sinnvolle Vernetzung und das Schaffen einer Werbeplattform als Basis, auf der sich professionelle Coachs wirksam präsentieren und organisieren, wichtig werden. Denn Keinem nutzt die außerordentlichste Kompetenz, sofern ihn niemand kennt, und die Angst vor Konkurrenz kreiert oftmals eine allgemeine Zurückhaltung, die dem einzelnen Coach eher schadet als dient.

Gründe, die für ein Coaching sprechen:

So facettenreich ein Mensch sein kann, so breit gestreut ist auch die Bedürfnislage im Rahmen eines Coaching. Der dominierende Grund, Coaching in Anspruch zu nehmen, ist ein Mangel an Feedback über das eigene Verhalten. Dies kann sich in einem unrealistischen Selbstbild, in beruflichen Orientierungsschwierigkeiten und in allen darauf aufbauenden Problemen wieder spiegeln, wie z.B. Führungsprobleme, Konflikte, Karrierestillstand, Motivationsdefizit, Burnout, Leistungsabfall uvm. Im Kontext eines prozessorientierten Coachings kommt häufig zu den og. Kriterien noch eine Mischung von Leidensdruck und Somatik zum tragen. Ganzheitliches Handeln ist hier erforderlich, um eingefahrene Muster umzulenken und in Stärken zu lenken. Diese Zusammenhänge sind vielen Coaching-Klienten vermutlich nicht bewusst. Entsprechend geben sie oft Beziehungs- und Konfliktfragen (28%) und neue (Führungs-) Aufgaben (17%) als Gründe für ein Coaching an. Erst an dritter Stelle rangieren Selbstreflexion und persönliche Entwicklung (15%) als Anlässe für ein Coaching. Es folgen Stressbearbeitung (11%), Teamkonflikte (11%), Karriere- und Zukunftsgestaltung (10%) sowie alltägliche Arbeits-/Problemsituationen und Entscheidungsfragen (8%).

Coaching - & Trainerhonorare

Honorarforderungen von seriösen Coachs bewegen sich in einem dynamischen Bereich, der für in der Wirtschaft tätige Coachs und Berater heute zwischen 90,- bis 300,- Euro pro Zeitstunde liegt. Die Kosten für ein Coaching sind somit vergleichbar mit den Honoraren von Unternehmensberatern oder anderen spezialisierten Experten. (Laut der Coaching-Umfrage Deutschland 2007 (Middendorf & DBVC) kostet eine Coaching-Stunde durchschnittlich 155 Euro. Allerdings beteiligten sich bei dieser Umfrage auch viele Coachs, die mit Privatpersonen arbeiten. Insofern ist dieser Stundensatz nur bedingt für den Business-Bereich gültig.)

Tagessätze bewegen sich im Bereich zwischen 1000 und 2500 In Abhängigkeit von der Qualifikation des Coachs und den Rahmenbedingungen des Auftrags liegen die Kosten für eine einzelne Coaching-Sitzung – diese hat meist eine Dauer von ca. 1–2 Stunden – zwischen 200,- bis 600,- Euro zzgl. Umsatzsteuer und Spesen (Kontext- und personenabhängig werden auch höhere Sätze erzielt).

Weitere Aussichten

Positiv kann vermerkt werden, dass die Zahl der relevanten deutschen Coaching-Verbände bei näherer Betrachtung nicht so unübersichtlich groß und deren Struktur nicht so verworren ist, wie es in früheren Veröffentlichungen dargestellt wurde. Zwar gibt es viele Verbände, doch haben nur wenige ein ernstzunehmendes Aufnahmeprozedere und ein seriöses Standing am Markt. Weiterhin gibt es noch "Marketing-Zirkel", die oftmals mit Verbänden gleichgesetzt werden. Dabei handelt es sich eher um Initiativen, die Vermarktungssynergien schaffen sollen. Zudem gibt es zahlreiche Verbände, deren Mitglieder "auch Coaching" anbieten, die Verbände selbst aber auf Training, Verkauf, Beratung, Therapie usw. fokussiert sind. Zum Teil ist darin eine Nachwirkung des Umstands zu sehen, dass Coaching oft nicht klar genug definiert und von anderen Disziplinen unterschieden wurde bzw. wird.

Aufgrund der Änderung der Anspruchslage im Coachingmarkt konzentriert sich die DGMC auch auf die Erweiterung der Beratungsfelder im DGMC. Somit werden folgende Bereiche hinzugenommen:

  • Supervision
  • Therapie
  • Humanitäre Beratung
  • Gesundheitsberatung

Mittel- bis langfristig kann hier eine deutliche Klärung der Situation erwartet werden. Der Deutsche Bundesverband Coaching e.V. (DBVC) – Initiator eines Roundtables der Coaching-Verbände – hat mit seinem im November 2007 publizierten Coaching-Kompendium "Coaching als Profession" unterscheidbare coaching-Kriterien definiert und so Grundlagen für eine seriöse Coaching-Praxis vorgelegt.

Erheblich für die Akzeptanz und den weiteren Erfolg des professionellen Coachings – vor allem auch in der Wirtschaft - dürfte u.a. sein, ob sich die Bestrebungen, qualitative Standards zu etablieren, im Markt durchsetzen werden. Problematisch ist, dass sich immer noch merkwürdige Anbieter auf dem Markt befinden (also Anbieter, deren Mediations- & Coachingangebote unrealistische Zielerreichungen garantieren wollen, die mit zweifelhaften Methoden arbeiten, deren Angebote auf keiner nachweisbaren Qualifikation beruhen usw.).

Jedoch ist längerfristig immer die Fähigkeit der Weiterentwicklung und die damit verbundene menschliche Reife und Sympathie das ausschlaggebende Kriterium, ob sich ein Coach, Trainer etc. langfristig auf dem Markt etablieren kann.

Quellen: Christopher Rauen GmbH

4. Trigon Coaching Befragung 2007, Vogelauer 2008

Expertenbefragung der Deutschen Gesellschaft für MediationCoaching